GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Sat, 28 Jan 2023 19:01:22 +0100 Sat, 28 Jan 2023 19:01:22 +0100 TYPO3 EXT:news news-541 Fri, 27 Jan 2023 10:13:19 +0100 Mit dem GEW-Bus direkt zu den Toren der didacta in Stuttgart https://gew-suedhessen.de/home/details/mit-dem-gew-bus-direkt-zu-den-toren-der-didacta-in-stuttgart am Mittwoch, den 08. März 2023 Liebe Mitglieder, liebe didacta Interessierte,

nach unserer sehr gelungenen „Jungfernfahrt“ nach Köln möchten wir Dich einladen, mit uns zur didacta nach Stuttgart zu fahren.

Wann?

Am Mittwoch, den 08.03.2023 nach Stuttgart

Abfahrt in        Wiesbaden HBF Busparkplatz                   um 07:30 Uhr

Abfahrt in        Darmstadt HBF Vorplatz Haupteingang    um 08:15 Uhr

Abfahrt in        Bensheim HBF                                             um 08:45 Uhr

 

Dann kommen wir um circa 10.30 Uhr in Stuttgart (Messe) an.

 

Warum es sich lohnt, mit uns zu fahren

  • Wir haben Zeit und Raum, uns gegenseitig näher kennenzulernen und uns auszutauschen über die Themen, die gerade wichtig sind.
  • Wir fahren in einem klimatisierten, geräumigen Bus mit genug Platz für all die „Beute“, die wir auf der didacta ergattern.
  • Während der Fahrt gibt es belegte Brötchen, Wraps und kalte Getränke.
  • Auf der didacta gibt es ein breitgefächertes Programm mit Neuheiten, Vorträgen bei Verlagen und Organisation aus dem Bildungsbereich für alle Lehrkräfte.
  • Mehr als 70 deutsche Schulen im Ausland stellen sich vor.
  • LiVs profitieren besonders, da sie von einzelnen Verlagen mit großen Buchpaketen beschenkt werden, mit denen sie die Fachschaften ihrer Schulen ausstatten.

 

Cuanta costa?

Für GEW-Mitglieder ist Fahrt und Verpflegung: GRATIS

Nicht-Mitglieder: 20 Euro

LiV: 5 Euro

 

Wenn Du gerne bei uns einsteigen möchtest, melde Dich bitte verbindlich an bis 01.03.2023 unter info@gew-suedhessen.de

 

Es freuen sich auf Dich.

 

GEWerkschaftliche Grüße senden

Günther Fecht und Johanna Browman

GEW Bezirksverband Südhessen

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Aktuell
news-540 Thu, 26 Jan 2023 11:52:18 +0100 A 13 für alle! – Eine Ermutigung https://gew-suedhessen.de/home/details/a-13-fuer-alle-eine-ermutigung „Am 13. für A13!“ Mit diesem Slogan wollte eine kleine Gruppe südhessischer Grundschullehrkräfte, zu der auch ich gehörte, im Sommer 2014 Mitstreiter*innen suchen und für die Forderung nach gleicher Besoldung für alle Lehrämter laut werden.

Der 13.11. eines Jahres war gemeint, weil dann die Jahresbesoldung einer Grundschullehrkraft im Vergleich zu allen anderen Lehrämtern endete.

Nun bin ich wiederum an einem 13., - an einem gar nicht so unglücksverheißenden Freitag, den 13.1.23, denn gestern kam die Meldung der Landesregierung, dass A13 für Grundschullehrer*innen auch in Hessen Wirklichkeit wird - auf dem Weg zu einer Sitzung der GEW Südhessen als Teil des dortigen Vorsitzenden-Teams und denke: Geschafft! Politisches Engagement kann etwas verändern.

Natürlich mache ich mir keine Illusionen: Das Bildungssystem in der Grundschule ist durch Fachkräftemangel, zu hohe Arbeitszeiten und die überbordenden Aufgaben über die letzten Jahre so massiv an die Wand gefahren worden, dass es nun so richtig crasht. Der schnellste und einfachste Weg, Grundschullehrer*innen bei der Stange – und im eigenen Bundesland – zu halten, geht übers Geld.

Dennoch: Nur mit einer lautstark vorgetragenen Forderung nach A 13 aus der Lehrer*innenschaft unterstützt durch ihre Gewerkschaft, die GEW, ist an politische Umsetzung zu denken.

Und wo fängt diese an?

 

A 13 für alle! - Eine Initiative des GEW BV Südhessen

Für mich fing es in einer Klausurtagung des Bezirksverbands Südhessen im Frühjahr 2014 an.

Als Grundschullehrerin hörte ich mir ein Referat über Ganztagsschulentwicklung in Südhessen an und wurde innerlich immer ungehaltener, ob der Verantwortung und Aufgabenfülle in unserem Beruf und der im Vergleich niedrigeren Bezahlung als in anderen Lehrämtern.

Im folgenden Austausch schlug ich die geballte Faust auf den Tisch mit dem überzeugten Ausruf: „Ich will A13!“

Dann passierten zwei wichtige Dinge:

Erstens erfuhr ich, dass sich bereits andere GEW-Kolleg*innen in der Sache engagiert hatten: Es gab einen 40 Jahre alten Beschluss gegen die schlechtere Bezahlung von Grundschullehrkräften, der zwar regelmäßig auch auf GEW-Bundesebene wiederholt wurde, jedoch mehr oder weniger ein Papiertigerdasein fristete.

Zweitens griff der damalige Bezirksvorsitzende, Tony Schwarz, meinen Beitrag auf und bot an, während eines anderen Tagesordnungspunktes parallel die Möglichkeit zu schaffen, dass sich Interessierte ausklinken und weiter an der A13-Forderung arbeiten. Eine Gruppe von 5 Frauen kam zusammen. Darunter Heike Rickert-Fischer, Mitglied der Fachgruppe Grundschulen der GEW Hessen.

 

Antrag. Netzwerk. Arbeit. Kampf.

Es folgte ein erneuter Antrag für A13 auf der kommenden Landesdelegiertenversammlung (das oberste Organ der GEW Hessen) im November 2014 in der festen Absicht, dem Papiertiger Zähne zu verleihen. Mutig und argumentationsstark mussten zunächst einmal die eigenen Reihen (!) überzeugt werden. Die innergewerkschaftliche Akzeptanz wuchs Jahr für Jahr – nicht zuletzt durch viele persönliche Gespräche.

Im November 2015 dann der erste „1. Tag der unbezahlten Arbeit der Grundschullehrkräfte“ als „A13 für alle!“-Aktion der GEW Hessen.

Spitzengespräche mit politischen Vertreter*innen in Hessen folgten genauso wie die Vernetzung auf GEW-Bundesebene, wo es in anderen Bundesländern ähnliche Entwicklungen gab. Ab 2016 dann bundesweite Aktionszeiträume der GEW im November – orientiert am „1. unbezahlten Tag der Grundschullehrkräfte“ aus der südhessischen Keimzelle.

Wir hatten stets von langem Atem gesprochen, den es benötigt, die Forderung weiter- und letztendlich durchzubringen.

Jahrelange Arbeit, Fremd- und Selbstmotivation, im grauen November auf die Straße zu gehen und schier Aussichtsloses zu fordern. Selbstzweifel waren nicht nur einmal zu Besuch. Nur war die Überzeugung, das Richtige gegen eine historische (Ge-)Schlechterbezahlung zu tun, stärker.

 

A 13 für alle! - Eine Erfolgsgeschichte

Mit Brandenburg rang sich das erste Bundesland 2017 zur höheren Grundschulbezahlung durch. Es kam zu einem Dominoeffekt. Immer begleitet vom bundesweiten Druck der GEW und zahlreicher Kolleg*innen. Endlich auch stärkere mediale Wahrnehmung.

Nach dem nunmehr siebten A13-Aktionstag 2022 mit einer 2000-Mensch-starken Demonstration der große, wenn auch bis 2028 gestreckte Durchbruch: Grundschullehrer*innen werden auch in Hessen A13 verdienen!

 

Warum ich das alles schreibe?

Wer hat denn nicht schon einmal die Idee gehabt: Das gehört doch anders!

Wer hat sich denn nicht schon mal empört über herrschende, ungerechte Zustände?

Diese persönliche A13-Geschichte ist die Bestätigung dafür, dass das unbeirrte Eintreten für eine Sache und Solidarität zum Erfolg führen können.

Dass politisches Engagement – und sei es nur die Teilnahme an einer Unterschriftenaktion oder einer Demo – Wirkung zeigt und Kraft entfaltet. Neben dem sich direkt einstellenden Solidaritätsgefühl, auch mit der Option auf größere Erfolge.

Dieses Beispiel des Kampfes der Grundschullehrer*innen für eine bessere Bezahlung soll ein Plädoyer gegen die Verzagtheit sein. Habt Mut, die Welt zu verändern! (Das würden wir unseren Grundschüler*innen bestimmt auch so sagen.)

 

Christine Dietz (ehemaliges Mitglied im Vorsitzenden-Team des GEW Bezirksverbands Südhessen, ehemalige Kreisvorsitzende der GEW Wiesbaden-Rheingau)

P.S.: Ob „A13 für alle!“ bis 2028 warten muss? In diesem Jahr sind Landtagswahlen. Nutzen wir den Wahlkampf!

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Aktuell
news-539 Tue, 24 Jan 2023 11:08:22 +0100 Bezirksdelegierten-Versammlung https://gew-suedhessen.de/home/details/dezirksdelegiertenversammlung der GEW Südhessen am 23.01.2023 Nach drei Jahren hat die Bezirksdelegiertenversammlung turnusgemäß den Bezirksvorstand entlastet. Und es wurde ein neuer Vorstand gewählt.

Vorsitzende ist Manon Tuckfeld und als Stellvertreter wurde Tony Schwarz gewählt.

In einem eindrucksvollen Rechenschaftsbericht wurde dargelegt und deutlich, wie intensiv und erfolgreich der Bezirksverband vielfältige Themen aufgegriffen und praktisch umgesetzt hat. Wir fügen hier den Bericht des Geschäftsführers als auch die tabellarische Übersicht an.

Ausführlich debattiert wurde über die landesweite Strukturreform der GEW Hessen. Einen Bericht aus der Struktur-AG und den beschlossenen Antrag der GEW Südhessen fügen wir an zum Nachlesen der aktuellen Entwicklung.

Aus dem vorgetragenen Rechenschaftsbericht:

Der diesjährige umfangreiche Rechenschaftsbericht liegt Euch allen vor – erstmals in tabellarischer Form, um einmal möglichst vollumfänglich darzustellen, was alles auf der Bezirksebene geleistet wurde und wird. Das Vorsitzendenteam steht Euch für Nachragen zu einzelnen Aspekten gleich gerne zur Verfügung.

Ich denke, das Papier spricht für sich und macht in allen Bereichen deutlich, was seit Jahren Kernanliegen der BV-Arbeit ist: in allen denkbaren Belangen konkrete Unterstützung zu bieten, Servicestelle, Hilfe und Ansprechpartner zu sein: für Mitglieder, für Funktionärinnen und Funktionäre, für Kreisverbände.

Niederschwellig, schnell abrufbar, jederzeit ansprechbar:

Das beginnt bei den umfänglichen Angeboten der Beratung und Begleitung für Mitglieder. Anfragen aus allen Bereichen erreichen uns per Mail und Telefon täglich und werden, wenn irgendmöglich, umgehend beantwortet. Das sind mehrere Hundert konkrete Unterstützungstätigkeiten für und direkte Kontakte mit GEW-Mitgliedern jeden Monat! Dabei blieb und bleibt es nicht nur bei Beratungen, sondern wir haben auch für ganz handfestes Unterstützungsmaterial gesorgt: die Leitfäden für Dienstgespräche oder auch zur Gesamtkonferenz z.B. sind Dauerbrenner, die mittlerweile im ganzen Hessenland breit genutzt werden. Und gerade vor knapp zwei Wochen ist mit der Tauschplattform für versetzungswillige Kolleginnen und Kollegen ein hochwichtiges Tool online gegangen, das deutschlandweit bisher gefehlt hat – die Personalrätinnen und -räte unter Euch wissen, wovon ich rede. Aktuell haben sich dort bereits knapp 200 Personen eingetragen, deren Versetzungsanliegen hessenintern oder sogar über Bundesländergrenzen hinweg bei einem „Match“ massiv beschleunigt werden kann.

Die Anfang des Jahres geschaffene Koordinierungsstelle Basisarbeit bietet Vorträge, Seminare, Abrufangebote für Schulgruppen, Personalräte und auch Kreisverbände und steht für alle Organisationsinternen Fragen zur Verfügung. In diesem Rahmen gibt es auch eine feste Sprechstunde, zu der Mitglieder entweder in die Geschäftsstelle kommen oder auch per Videokonferenz beraten werden. Für die notwendige Technik, Videokonferenzsystem in einem dank Großfilteranlage auch unter Pandemiebedingungen nutzbaren Sitzungsraum, Online-Zugänge etc. hat der BV übrigens auch gesorgt. Dies alles steht den Kreisverbänden, Fach- und Personengruppen, Arbeitsgemeinschaften etc. selbstverständlich jederzeit zur Nutzung zur Verfügung.

Selbst für Kolleginnen und Kollegen, die im Ausland unterrichten wollen – und das sind erstaunlich viele- haben wir mit der AG Auslandslehrerinnen und -lehrer ein konkretes Beratungs- und Unterstützungsangebot geschaffen, auf Wunsch auch gerne als Beratung vor Ort, das in dieser Form einzigartig ist und rege genutzt wird.

Vor vielen Jahren schon hat der BV Südhessen die Zeichen der Zeit erkannt, dass aufgrund der massiven Arbeitsverdichtung das ehrenamtliche Engagement, auf das gerade die GEW gleichermaßen stolz wie angewiesen ist, immer weiter unter Druck gerät, zumal auch die Aufgabenfülle für Personalräte immer weiter zugenommen hat, die Entlastungen hierfür jedoch seit über 30 Jahren nicht angehoben wurden. Mit der Möglichkeit, engagierte ehrenamtliche Kolleginnen und Kollegen mit einem kleinen Stundenanteil freizustellen, damit sie sich auf GEW-Tätigkeiten konzentrieren können, leben wir seit Jahren schon die Devise „Zeit für mehr Zeit“.  Auch das Teilentlastungsprojekt des BV Südhessen findet mittlerweile bei anderen Landesverbänden Beachtung und Nachahmer, so dass wir nach wie vor mit diesem konkreten Unterstützungsangebot richtig liegen – wie das konkret aussieht, dazu werden die Kolleginnen und Kollegen aber gleich auch selber etwas sagen können.

Natürlich ist der BV auch auf der Landesebene aktiv: so wurde die aktive Mitgestaltung der lea-Bildungsgesellschaft durch die regelmäßige Teilnahme der BV-Vertreter an den Aufsichtsratssitzungen wie Gesellschafterversammlungen sichergestellt. Ebenso selbstverständlich war der BV im Berichtszeitraum bei allen geschäftsführenden und allgemeinen Landesvorstandssitzungen sowie –klausuren präsent. Darüber hinaus wirkte und wirkt der BV durch seine Vertreter mit an der AG „Strukturdebatte“ und ist in allen weiteren Kommissionen (so z.B. bzgl. der Personalratswahlen) präsent und aktiv. Ebenso selbstverständlich war die Teilnahme zahlreicher Delegierter aus Südhessen am bundesweiten GEWerkschaftstag in Leipzig. Auch an Sitzungen und Veranstaltungen des DGB nehmen BV-Vertreterinnen und -vertreter regelmäßig teil und bringen sich ein.

Dies alles sind nur einige Schlaglichter auf die Tätigkeiten im Berichtszeitraum. Ihr könnt dem Bericht ja entnehmen, was es alles noch gab: mehrere Klausurtagungen, von den regulären Vorstandssitzungen ganz zu schweigen, Vortragsangebote wie z.B. die Veranstaltung zum Afghanistankrieg, Fahrten z.B. zur didacta, Fortbildungsveranstaltungen (der Renner war hier übrigens eine Smartphone-Schulung für Seniorinnen und Senioren, die mehrfach voll ausgebucht war), Netzwerkarbeit, Unterstützung von Kooperationspartnern und Schwestergewerkschaften, Präsenz an den Hochschulen durch unseren Hochschulreferenten, Kundgebungen, Demos etc. etc.

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Aktuell
news-538 Tue, 17 Jan 2023 13:35:07 +0100 Zeit für Frauen https://gew-suedhessen.de/home/details/zeit-fuer-frauen Auswirkungen auf den aktiven Dienst und den Ruhestand Fachtagung B9460 | Frankfurt
Dienstag, 28.02.2023, 9.30-17.00 Uhr
Entgelt 10,– € | Mitglieder GEW entgeltfrei

Thema:
Suchst du Antworten auf folgende Fragen?
Wie beantrage ich Teilzeit, Elternzeit oder Beurlaubung?
Ist Teilzeit womöglich mit Mehrarbeit verbunden?
Wie gehen Teilzeit und Altersermäßigung zusammen?
Wie wirkt sich Teilzeit auf meine Pension oder Rente aus?
Welche Rechte und Pflichten habe ich als Teilzeitbeschäftigte?
Wie kann ich meine Rechte gegenüber meiner Schulleitung durchsetzen?
Ist Teilzeit Errungenschaft oder Betrug an den Beschäftigten?

Diesen Fragen gehen wir am Fachtag gemeinsam mit Annette Loycke von der Landesrechtsstelle der GEW Hessen und Referentinnen der PG Frauen nach. Frauke Gützkow, Vorstandsmitglied für Frauen-, Gleichstellungs-, Geschlechterpolitik im GEW Hauptvorstand, wird uns einen Einblick in die feministische gewerkschaftliche Zeitpolitik geben und Ruheständlerinnen werden uns von ihren Erfahrungen berichten.

Es wird zwei Workshops geben:
a)            Teilzeit und Beurlaubung - Auswirkungen auf Pension, Rente und Betriebsrente mit Annette Loycke
b)           Dienstvereinbarungen für Teilzeitbeschäftigte unter der Leitung der PG Frauen.
Die stellvertretende Vorsitzende der GEW Hessen, Simone Claar, wird gemeinsam mit dem Vorsitzendenteam der PG Frauen den Fachtag eröffnen.
Zur Teilnahme besteht das Recht auf Freistellung durch den Arbeitgeber. Kinderbetreuung wird auf Anfrage organisiert.

Programm

9.30 - 9.45 Uhr                 Ankommen und Anmeldung
9.45 - 10.15 Uhr               Grußwort von Simone Claar, Vorstellung und kurzer Bericht des Vorstandes der PG Frauen
10.15 - 11.15 Uhr             Input "Feministische gewerkschaftliche Zeitpolitik" Frauke Gützkow, GEW Hauptvorstand
11.15 - 11.30 Uhr             Kaffeepause
11.30 - 12.00 Uhr             Erfahrungsberichte von Frauen im Ruhestand
12.00 - 12.30 Uhr             Input: "Teilzeit und Beurlaubung - Auswirkungen auf Pension, Rente und Betriebsrente" Annette Loycke, GEW Hessen
12.30 - 13.15 Uhr             Mittagspause mit Bewegungsangeboten
13.15 - 14.45 Uhr             Workshops:
a) Teilzeit und Beurlaubung - Auswirkungen auf Pension, Rente und Betriebsrente (Annette Loycke)
b) Dienstvereinbarungen für Teilzeitbeschäftigte (Martina Krämer, Claudia Bremer, Sigrid John-Flöter)
14.45 - 15.00 Uhr             Kaffeepause
15.00 - 16.30 Uhr             Wiederholung der beiden Workshops
16.30 - 17.00 Uhr             Berichte aus den Workshops und Themenwünsche der Teilnehmerinnen an die PG Frauen

Zielgruppe: Frauen

Organisation: Die Fachtagung wird von der PG Frauen der GEW Hessen in Kooperation mit der lea Bildungsgesellschaft organisiert.

Covid-19-Pandemie und Schutzmaßnahmen im Präsenzbetrieb:
Wir bitten alle Teilnehmer*innen sich vor der Veranstaltung eigenverantwortlich zu testen bspw. durch einen Selbsttest. Dies ist keine Teilnahmevoraussetzung, sondern eine Bitte sich umsichtig und verantwortungsvoll zu verhalten und so gemeinsam für eine angenehme und sichere Seminaratmosphäre zu sorgen. Wir empfehlen das freiwillige Tragen einer OP- oder besser FFP2-Maske während der gesamten Veranstaltung zum Eigen- und Fremdschutz.

Anmeldung
bei der lea bildungsgesellschaft:

Telefon: 069 971293-27
E-Mail: anmeldung@lea-bildung.de
Online: www.lea-bildung.de

 

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Aktuell
news-537 Mon, 16 Jan 2023 13:22:36 +0100 Hessenweiter Aktionstag am 17.1.2023 https://gew-suedhessen.de/home/details/hessenweiter-aktionstag-am-1712023 Solidarisch für befristet Beschäftigte und Studierende Anlässlich der tariflich vereinbarten Gespräche über die Befristungspraxis an Hochschulen zwischen den Gewerkschaften und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) am Dienstag, den 17. Januar 2023 rufen wir gemeinsam mit ver.di, den unbefristet-Initiativen, Landesastenkonferenz und lokalen Asten am gleichen Tag zu einem Aktionstag „Tempo machen bei Entfristungen“ und " Vom Hörsaal auf die Straße" auf. Mit öffentlichem Druck wollen wir verbindliche Zusagen für den Ausbau unbefristeter Beschäftigungsperspektiven an unseren Hochschulen in den Gesprächen erreichen. Gleichzeitig trifft die Energiekrise die Studierenden mit voller Wucht. Wir wollen eine solidarische Lösung, welche Lasten gerecht verteilt und Übergewinne besteuert.

Gemeinsam mit den Studierenden haben wir folgende Rahmenforderungen im Hinblick auf die Krise  aufgestellt:

  • Keine Hochschulschließungen aufgrund gestiegener Energiekosten
  • Steigende Mensapreise und Mieten im Wohnheimen deckeln
  • Kostenloses oder günstiges, bundesweites Semesterticket
  • Keine Entlassungen oder Stellensperren im Mittelbau
  • Streichung/Übernahme des Verwaltungskostenbeitrags durch das Land Hessen

Deshalb raus auf die Straßen- Aktionen finden statt:

Frankfurt | 9 Uhr am Parkplatz des DGB-Hauses, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77 und 12h am Campus Westend
Gießen | 12 Uhr am Universitätshauptgebäude der JLU, Ludwigstraße 23 

Marburg |12 Uhr vor dem Hörsaalgebäude, Biegenstraße 14

Darmstadt | 12 Uhr Karolinenplatz

Kassel | 12 Uhr vor der Mensa am Holländischen Platz

Eine solidarische Unterstützung ist wichtig, damit Hessen endlich das Befristungsunwesen eindämmt und die Studierenden nicht hängen gelassen werden! Gemeinsam müssen wir sichtbar und laut werden!

Kommt zu den Aktionen vor Ort!

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Aktuell
news-536 Thu, 05 Jan 2023 10:25:44 +0100 Positionspapier https://gew-suedhessen.de/home/details/positionspapier des BV-Südhessen zur Strukturdebatte der GEW Hessen Im Folgenden soll dargestellt werden, welche Bedeutung die Bezirksverbände für unsere gewerkschaftliche Arbeit, vor allem in der Region, aber auch darüber hinaus haben. Die Argumente für den Fortbestand der Bezirksverbände und gegen deren Abschaffung sind offensichtlich und aus unserer Sicht überzeugend. Dabei sollte man für die im folgenden angesprochenen Aspekte immer die Frage mitdenken, ob der Landesverband der GEW-Hessen in Frankfurt diese Aufgaben/Funktionen überhaupt und, wenn ja, für die Betroffenen zufriedenstellend wahrnehmen könnte.

Bezirksverbände erhalten – Bezirksverbände stärken

Der Bezirksverband Südhessen (BV) setzt sich zusammen aus 17 Kreisverbänden mit ca. 11.000 Mitgliedern und stellt seit vielen Jahren eine wichtige Plattform für gewerkschaftliche Arbeit der GEW in unserer Region dar. Mit dem technischen Ausbau seiner Kommunikationsstruktur hat der BV im Hinblick auf die knappe Ressource Zeit inzwischen intelligente Lösungen gefunden. So konnte man das „Problem der Fläche“ und des damit verbundenen zeitlichen Aufwands durch An- und Rückfahrt erfolgreich in den Griff bekommen. Die hybride Struktur lässt jetzt allen die Wahl zwischen präsenter und digitaler Kommunikation im Rahmen der Sitzungen, so dass auch unter den heute erschwerten Bedingungen weiterhin demokratische und transparente Entscheidungen getroffen werden können. Dem BV ist und war immer daran gelegen, die Kreisverbände in die Entscheidungsstrukturen einzubinden, diesen bleibt und blieb es selbstverständlich freigestellt, dieses Angebot anzunehmen.

Die im Folgenden aufgeführten Gesichtspunkte sollen die Bedeutung und damit die Berechtigung des BV-Südhessen überzeugend belegen.

Organisationsunterstützung

Zunächst stellt die Strukturebene des Bezirksverbandes eine praktische Unterstützung bei Alltagsaufgaben der Gewerkschaftsarbeit dar. Die zentral eingesetzten Mittel (Geschäftsstelle und Bürokraft) stehen allen Kreisverbänden zur Verfügung und können von diesen genutzt werden. Dies sind im Einzelnen:

  • unkomplizierte Bereitstellung von Räumen für Arbeitstreffen
  • kompetente ehrenamtliche Rechtsberater*innen des BV mit Kenntnis der regionalen Gegebenheiten, was von der Rechtsstelle in Frankfurt aufgrund des hohen Arbeitsumfangs nicht geleistet werden kann
  • Möglichkeit zu persönlicher Ansprache bzw. Nachfragen für südhessische Kolleg*innen während der Geschäftszeiten (wird v.a. telefonisch intensiv genutzt)
  • regelmäßige Durchführung von zwei Klausurtagungen pro Jahr mit wechselnden thematischen Schwerpunkten. Die Tagungsorte werden nach Möglichkeit abwechselnd gewählt, um dadurch eine „regionale Präsenz“ zu schaffen.
  • Versendung von Informationsmaterial mit lokalem oder regionalem Bezug
  • Angebot von Fortbildungsveranstaltungen
  • Organisation von Veranstaltungen

Kann man sich vorstellen, dass diese Aufgaben vom Landesverband übernommen werden könnten? Falls ja, wäre dies nur mit einem erhöhten organisatorischen Aufwand möglich, der vor allem durch Abstimmung und Rückfragen entstehen würde. Die Kolleg*innen vor Ort wissen eben am besten, was vor Ort gebraucht wird, geleistet bzw. nicht geleistet werden kann.

Finanzielle Unterstützung

Der BV kann die Mittel, über die er verfügt, bedarfsgerecht einsetzen. Seit Jahren bietet er den Kreisverbänden die finanzielle Unterstützung ihrer Arbeit an und lenkt einen Teil seiner Gelder auf der Grundlage von Beschlüssen des Bezirksvorstands dorthin, wo sie benötigt werden.

  • So hat der BV bereits vor Jahren zur Unterstützung der Kreisverbandsstruktur das Konzept der Teilentlastung entwickelt. Die Liste der bisher durchgeführten Teilentlastungsprojekte ist lang und von Anfang an ein erfolgreich praktiziertes Modell. Kreisverbände, die spezielle Aktivitäten oder Daueraufgaben durchführen wollen, können einen Antrag stellen, um im Umfang der beantragten Stundenanzahl Kolleg*innen aus ihren dienstlichen Pflichten „freikaufen“ zu können. Der BV zahlt ¾ des „Gehalts“ und übernimmt die organisatorische Abwicklung. Der KV steuert das restliche Viertel hinzu.
  • Kostenübernahme bei „kreisübergreifenden“ Aktionen, d.h., solche, an denen mehrere KVs beteiligt sind. Dabei kann es sich um Kosten für Veranstaltungen/ Fachtagungen/Referent*innen/Personalratswahlen oder für den Druck von Info-Blättern oder -Broschüren handeln.
  • Die Mittelvergabe erfolgt in Gremiensitzungen durch die Kreisverbände selbst. Dies wiederum ist hoch demokratisch, da jeder Akteur zählt. Unabhängig von Größe und Anzahl der Mitglieder gilt: 1 Kreisverband = 1 Stimme. So können auch kleine, nicht so mitgliederstarke Kreisverbände die Verteilung der Mittel maßgeblich gestalten.

Förderung der aktiven Mitarbeit

Der Bezirksverband ermöglicht einen niedrigschwelligen Einstieg in die oft komplexen und dadurch eher verschreckenden Organisationsstrukturen der GEW-Hessen, was besonders für neue Engagierte/Interessierte von enormer Bedeutung ist.

Gerade im BV-Südhessen ist es in den vergangenen 15 Jahren gelungen, mittels zahlreicher Angebote, insbesondere Klausurtagungen, für interessierte Kolleg*innen die Auseinandersetzung mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten anzubieten. Wegweisende Themensetzungen, die z.T. bis in die GEW Bund hineinwirkten, wurden hier ausgiebig behandelt: So ging die Initialzündung für die A-13-für Grundschullehrer*innen-Kampagne ebenso von einer Klausurtagung des BV Südhessen aus, wie auch die dringend nötige Fokussierung auf Erzieher*innen. Auch der mittlerweile von vielen Landesverbänden übernommene Versuch, mit „Aktiv vor Ort“ der Vertrauensleutearbeit neue Impulse zu geben, hat im BV seinen Ursprung. Immer wieder hat der BV Workshops (z.B. zur Aktivierung von Vertrauensleuten und LiV, Angebot für Auslandlehrkräfte als Schwerpunkt, …), Fortbildungen und Vorträge organisiert und angeboten, die sich eng an den Belangen „der Basis“ orientierten.

Diese Art der Aktivierung von Mitgliedern kann nur schwer von der Landesebene geleistet werden und wird auch in Zukunft von dieser nicht geleistet werden können, da sie hierfür zurzeit keine Strukturen besitzt.

Für die Qualität der Arbeit in Südhessen spricht weiter die Tatsache, dass aus diesen Aktivitäten heraus zahlreiche Broschüren zu verschiedenen Themen (z.B. zum Führen von Dienstgesprächen, den Rechten der Gesamtkonferenz, Personalratsthemen etc.) entstanden sind, wozu der Landesvorstand allein personell nur bedingt in der Lage ist.

Regionale Öffnung durch Fach- und Personengruppen

Nah an den regionalen Bedingungen und damit an den Fragen und Problemen der Kolleg*innen vor Ort sind die Fach- und Personengruppen des BV. Die Kreisverbände finden hinsichtlich thematischer Interessenschwerpunkte (z.B. Konzepte zu Inklusion, Schule für alle, berufsschulspezifische Themen, ...) für die Mitarbeit immer mal ein oder zwei Kolleg*innen regional, während der Weg auf die Landesebene zu weit ist.

In seinem Organisationsbereich hat der BV deutlich mehr Engagierte und in der Folge über angebotene Arbeitstreffen viele Mitglieder zusammengebracht. Die organisatorische und finanzielle Unterstützung dieser Gruppen ist selbstverständlich.

Die Fach- und Personengruppen innerhalb des BV sind nicht als Aktivitäten in Konkurrenz zum Landesverband zu verstehen. Sie haben sich vielmehr ebenfalls als ein erfolgreiches Mittel herausgestellt, um - wie oben bereits beschrieben - an politischer/gewerkschaftlicher Arbeit Interessierte einzuladen, gemeinsam ins Gespräch zu kommen und so für Teilbereiche innerhalb der GEW zu interessieren. Die Themen sind dabei auch hier vor allem durch regionale Aspekte geprägt.

Somit erhalten die FG und PG im BV eine wichtige Bedeutung: Motivation zur Mitarbeit und Heranführung an dauerhaftes ehrenamtliches Engagement in der GEW-Südhessen und in der Folge oft auch im Landesverband. Dass sich hier gelegentlich unterschiedliche Sichtweisen ergeben, sollte im Interesse der GEW-Hessen im Rahmen des gewerkschaftlichen Diskurses geklärt werden.

Regionalität und Basisorientierung

Der Bezirksverband Südhessen deckt nicht nur räumlich, sondern auch personell einen sehr breiten Bereich ab. So sind im Bezirksverband auch kleinere Kreisverbände beheimatet, die wir im Rahmen innergewerkschaftlicher Solidarität bei Bedarf unterstützen und entlasten. Besonders für die kleineren Kreisverbände dürfte ohne BV eine Beteiligung auf Landesebene bei inhaltlichen und personellen Entscheidungen ohne die Abstimmung und Anbindung in der Region schwieriger, wenn nicht sogar unmöglich werden.

Gleichzeitig gibt es den Studienort Darmstadt mit zwei Hochschulen und einer Universität mit über 40.000 Studierenden. Mit erheblichem finanziellem Aufwand hat der BV-Südhessen über Jahre Hochschulreferent*innen beschäftigt, um dort vormals nicht vorhandene GEW-Strukturen zu etablieren, was inzwischen gut gelungen ist. Die Kenntnis solch lokaler und regional politischer Strukturen, Gegebenheiten und Ansprechpartner*innen ist ein klarer Vorteil eines von unten her gewachsenen Politik- und Organisationsverständnisses. Dieser Ansatz ist Garant für eine verlässliche Basisorientierung, die der GEW insgesamt gut zu Gesicht steht.

Die GEW ist ein Zusammenschluss von engagierten Kolleg*innen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Positionen und Einstellungen. Die innergewerkschaftliche Meinungsbildung ist lebendig, bunt und teilweise auch kontrovers. Dies entspricht der gesellschaftlichen Realität und das ist gut so. Das ist zwar nicht immer einfach, aber unterschiedliche Perspektiven zuzulassen und zu diskutieren, bedeutet die Stärke unserer Gewerkschaft. Die koordinierende politisch hörbare Ebene des BV, der in diesem Prozess auch eigene Vorstellungen entwickelt und sich - daraus resultierend - mit inhaltlich wichtigen Beiträgen zu Wort meldet, abzuschaffen, würde einen großen Verlust für die kritische Debatte innerhalb der GEW bedeuten und eine Einschränkung der demokratischen Entscheidungsprozesse nach sich ziehen.

Menschen und Politik, Präsenz in der Region

Mindestens so wichtig wie die technischen und organisatorischen Aufgaben, die der Bezirksverband übernimmt, ist die Vernetzung des persönlichen Kontakts über die Grenzen des eigenen KVs hinaus. Politik und gesellschaftliches Engagement leben in einer Demokratie wesentlich von menschlichen Kontakten. Die Bezirksverbände bieten die Möglichkeit, auf regionaler Ebene solche Kontakte unkompliziert und eigenorganisiert herzustellen. Mit der Abschaffung dieser Ebene würde den meisten KVs die Möglichkeit genommen, sich auf regionaler Ebene auszutauschen und politisch tätig zu werden. Im Grunde ist es eine einfache Formel: Zu wenige für die Ebene des KV, die Landesebene zu weit und zu groß, folglich: Genau richtig auf Bezirksebene.

Die BVs stellen aber auch ein Experimentierfeld speziell für den gewerkschaftlichen Nachwuchs dar. Eine Tatsache, die sich nicht zuletzt mit den gewerkschaftlichen Biografien vieler, auch der heutigen Kritiker*innen, belegen lässt. Die wenigsten Gewerkschaftsbiografien der aktuell in Gremien und Funktionen der GEW Hessen handelnden Personen kommen ohne ein Kapitel in den BVs aus. Gerade durch wiederholt persönliche Ansprache gelang es über die Jahre, im Rahmen dieser Arbeit zahlreiche Mitglieder zu aktiver Mitarbeit zu motivieren, was sich dadurch
auch auf die Arbeitsfähigkeit der KVs positiv auswirkte.

Inhalte und Ideen, die aus einer regional spezifischen Situation erwachsen und selbstorganisierte politische Prozesse motivieren zur aktiven Beteiligung. Wer mitarbeitet, entscheidet auch mit – so entsteht Motivation. Die Bezirksverbände sind eine der Ebenen, die eine Beteiligung leicht ermöglichen.

Teil einer kritischen regionalen Politikkultur

Wie wichtig die Bezirksverbände als Unterstützungsebene von lokalen/regionalen politischen und gesellschaftlichen Gruppen und Initiativen sein können, erleben wir in Südhessen, indem wir zahlreiche Organisationen/Aktionen in der Region personell und finanziell unterstützen. So wird von Kritiker*innen gerne übersehen, dass die Geschäftsstelle des Bezirksverbandes Südhessen - weit über den engen gewerkschaftlichen Kontext hinaus - Bestandteil und unterstützende Infrastruktur eines kritischen regionalen Politikprozesses ist. In den Räumen der Geschäftsstelle treffen sich unterschiedlichste Gruppierungen, die aus lokalen und regionalen Initiativen heraus entstehen und oft von der engen personellen Vernetzung der handelnden Personen und den einfachen Entscheidungsstrukturen vor Ort leben. So werden die Räume der Geschäftsstelle nicht nur von Fach- und Personengruppen, diversen AGs, der GEW-Fraktion im GPRS am Staatlichen Schulamt in Darmstadt und drei KVs genutzt, sondern darüber hinaus auch von zahlreichen lokalen und übergreifenden Initiativen, Gremien und Bündnissen (wie z.B. Seebrücke, Bündnis gegen Rechts, Attac, Fridays for Future, Planung Antikriegstag, Landesschülervertretung, Schulleiterbündnis, Frauenstreikbündnis ...).

Das nutzt den im BV organisierten KVs sicherlich nicht direkt, macht dadurch aber die GEW in der Region sichtbar, und so manche/r ist auf diesem Wege auf die GEW-Südhessen aufmerksam und Mitglied geworden.

Teil innergewerkschaftlicher Demokratie

Der BV teilt die Auffassung nicht, dass in ihm und durch ihn viele auf Landes- und Kreisverbandsebene angegliederte Aufgaben und Prozesse in gleicher Weise behandelt werden. Das Argument, Kreisverbände würden durch Doppelung von BV und LV mit thematischen Prozessen und Positionen sinnlos beschäftigt, entspringt einer mangels regelmäßiger Beteiligung Fehleinschätzung und ist daher leicht zu widerlegen:

Der BV ist eigenständig, definiert für sich eigene Aufgaben und Ziele und ist kein Appendix des Landesverbandes. Der BV beschäftigt sich – anders als behauptet –vorwiegend mit eigenen Themen, und nicht nur mit den von der Landesebene beklagten „Doppelungen“.

Aus Sicht des BV-Südhessen sind „Doppelungen“ nur dann unproduktiv, wenn diese sich anstatt mit Inhalten ausschließlich mit dem Erhalt einer Struktur befassen. Inhalte hingegen, die von unterschiedlichen Leute angegangen werden, können so wachsen und gedeihen. „Doppelungen“ können einen erheblichen Mehrwert produzieren. So werden über Funktion und Position in der einen Gruppe Impulse in eine andere Gruppe hineingetragen, Kontexte unter Einbringung alternativer Gesichtspunkte weiterentwickelt und schließlich der themenbezogene Austausch einzelner Gruppen untereinander gefördert.

Darüber hinaus könnte dieses „Argument“ auch für andere Teilstrukturen der GEW (Fachgruppen, Personengruppen, Regionalverbände) angeführt werden. Sollte es zu Teilüberschneidungen kommen, darf das nicht dazu führen, alle diese Organisationszusammenschlüsse für überflüssig zu erklären.

Es sollte damit klar sein, dass diese Argumentation, die ausschließlich von den Kreisverbänden, die den BV abschaffen wollen, verwendet wird, sachlich nicht stimmt.

Ohne die Bezirksverbände entstünde eine Organisationsform, in der alle KVs isoliert wären. Als einzige Möglichkeit der Koordination und Einflussnahme blieben die gelegentlich stattfindenden Sitzungen des Landesvorstands, sofern es die behauptete angespannte personelle Situation einiger KVs überhaupt erlaubte. Voraussichtlich könnten sich nur noch „handlungsfähige“ KVs, d.h., solche, die auf entsprechend zahlreiche Aktive zurückgreifen können, an der politischen Arbeit des Landesvorstands beteiligen – so wie es bereits heute oft in den Sitzungen des LVo beobachtet werden kann. Diese „mächtigen“ Kreisverbände werden ihren Einfluss im Landes- und im geschäftsführenden Vorstand der GEW-Hessen unangemessen vergrößern und in Folge die nicht so gut aufgestellten KV in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Mit dem Wegfall der Bezirke könnte auch die Beteiligung der gewählten Vertreter*innen dieser Verbände im geschäftsführenden Landesvorstand der GEW-Hessen wegfallen. Im Prozess der Meinungsbildung und Positionierung würde damit eine regional verankerte Perspektive entfallen, da nicht alle Kreisverbände als solche in diesem Gremium vertreten sind.

Fazit

Bezirksverbände sind sicherlich kein Allheilmittel bei der stärkeren Aktivierung und Motivierung von Kolleg*innen für gewerkschaftliche Arbeit, aber sie sind zweifellos ein sinnvoller Baustein auf dem Weg hin zu diesem Ziel.

Aus den genannten Gründen sind wir der Meinung, dass die Strukturdebatte sich schwerpunktmäßig mit der Frage beschäftigen sollte, wie wir die Bezirksverbände stärken und ihre Arbeit fördern können, anstatt sie abzuschaffen.

Es ist völlig widersinnig, ja kontraproduktiv, ausgerechnet mit der Begründung des Mangels an Aktiven, aus dem BV auszutreten – sofern dies juristisch überhaupt begründet werden kann – und die Streichung dieser Ebene zu fordern.

Im Gegenteil kann allen KVs nur empfohlen werde, sich verstärkt an den Angeboten des BV-Südhessen zu beteiligen, um eventuell auch auf diesem Wege die fatale Personalsituation zu verbessern. Nichtstun oder gar Verweigerung bringen keine Veränderung und gehen zu Lasten der KVs.

Darüber hinaus wird eine Struktur ohne Bezirksverbände die „Machtverhältnisse“ innerhalb der GEW-Hessen verändern, da es keine organisierte und finanziell eigenständige Zwischenebene mehr gibt, die so groß ist, dass sie mehr als ein großer Kreisverband zu bewegen vermag. Mit der Aufgabe dieser Struktur würde der regionale Bezug sehenden Auges verloren gehen, auf diesem Wege eine Entdemokratisierung der GEW-Hessen befördert. Und das wird doch wirklich niemand wollen.

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Aktuell
news-527 Mon, 02 Jan 2023 10:46:38 +0100 Gemeinsam gegen Altersarmut von Frauen https://gew-suedhessen.de/home/details/gemeinsam-gegen-altersarmut-von-frauen Frauenpolitisches Podium zum Koalitionsvertrag Frauenpolitik der Bundesregierung –
Was bisher geschah?


Die neue Bundesregierung ist seit gut einem Jahr im Amt.
Im Koalitionsvertrag wurden Maßnahmen vereinbart, um das Risiko von Altersarmut, insbesondere von Frauen abzusenken. Auf dem Plan standen Entgelttransparenz, Aufwertung und Bezahlung klassischer Frauenberufe, Abschaffung von Minijobs, Erhöhung des Mindestlohns und Stärkung der gesetzlichen Rente.
Wie sieht es mit der konkreten Umsetzung aus, und vor allem: was muss noch geschehen?

Das südhessische Bündnis „Gemeinsam gegen Altersarmut von Frauen“ lädt zur Podiumsdiskussion mit den südhessischen Bundestagsabgeordneten der Koalitionsparteien ein.

Podiumsgäste:

  • Melanie Wegling, MdB, SPD, Wahlkreis 184 Groß-Gerau
  • Philip Krämer, MdB, Bündnis 90/Grüne, Wahlkreis 187 Odenwald / Darmstadt-Dieburg
  • Till Mansmann, MdB, FDP, Wahlkreis188 Bergstraße

Moderation: Elke Möller(ver.di), Ingrid Reidt (Katholische Betriebsseelsorge)

Zeit: Donnerstag, 2. Februar 2023, 18.30 Uhr
Ort: Evangelische Friedensgemeinde, Landgraf-Philpps-Anlage 63, 64283 Darmstadt

www.friedensgemeinde-darmstadt.ekhn.de

Info: karin.harder@verdi.de, ingrid.reidt@bistum-mainz.de

Um Anmeldung wird gebeten an: karin.harder@verdi.de

Eine Kooperationsveranstaltung des Südhessischen Bündnisses „Gemeinsam gegen
Altersarmut von Frauen“

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Aktuell
news-526 Thu, 15 Dec 2022 11:30:06 +0100 Kleinere Klassen für weniger Belastung: GEW Berlin fordert einen Tarifvertrag https://gew-suedhessen.de/home/details/kleinere-klassen-fuer-weniger-belastung-gew-berlin-fordert-einen-tarifvertrag (nicht nur) zum Gesundheitsschutz der Lehrkräfte

Für den 15. Dezember ruft die GEW BERLIN an allen Berliner Schulen erneut zum ganztägigen Warnstreik auf. Mit ihrem siebten Warnstreik für einen Tarifvertrag zum Gesundheitsschutz will die GEW den Druck auf die rot-grün-rote Koalition erhöhen. Ziel ist es, das Verhältnis von Schüler*innen zu Lehrkräften und damit die Klassengröße an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen verbindlich zu regeln. Aufgerufen sind die tarifbeschäftigten Lehrkräfte, Sozialpädagog*innen und Schulpsycholog*innen an den staatlichen Schulen des Landes Berlin, die unter den Geltungsbereich des TV-L fallen.

https://www.labournet.de/branchen/dienstleistungen/bildung/kleinere-klassen-fuer-weniger-belastung-gew-berlin-fordert-einen-tarifvertrag-nicht-nur-zum-gesundheitsschutz-der-lehrkraefte/ 

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news-525 Mon, 28 Nov 2022 09:20:52 +0100 Internationalen Tag der Gefangenen für den Frieden https://gew-suedhessen.de/home/details/internationalen-tag-der-gefangenen-fuer-den-frieden am 1. Dezember Aus dem aktuellen E-Mail-Info-Verteiler von DFG-VK Hessen & DFG-VK Rheinland-Pfalz & DFG-VK Bildungswerk Hessen e.V.:

LISTE der GEFANGENEN FÜR DEN FRIEDEN 2022

 

In RUSSLAND wurden zahlreiche Menschen verhaftet, denen wegen ihrer Proteste gegen den Krieg sehr hohe Gefängnisstrafen drohen. Seit Februar 2022 haben die russischen Behörden mehr als 230 Strafverfahren eingeleitet, die sich der sogenannten „Sonderoperation“ in der Ukraine widersetzt haben. Die meisten dieser Fälle werden wegen gewaltfreier Handlungen eingereicht, die als Verbrechen eingestuft werden, wie z. B. Beiträge in sozialen Netzwerken, friedliche Proteste oder das Verteilen von Antikriegsaufklebern.


In der UKRAINE wurde der Kriegsdienstverweigerer Witalij Aleksejenko (engl.: Vitaliy Alekseienko) zu einer Haftstrafe von einem Jahr verurteilt. Er legte Widerspruch gegen das Urteil ein, über die am 12. Dezember vom Berufungsgericht in Iwano-Frankiwsk verhandelt werden wird.

PROTESTSCHREIBEN an das Gericht in Iwano-Frankiwsk können gesendet werden über https://de.Connection-eV.org/vitaliy-form

Mehr dazu: https://de.connection-ev.org/article-3690


Am 24. November 2022 wurden in ISRAEL vier Kriegsdienstverweiger:innen, Shahar Schwartz (18 Jahre), Einat Gerlitz (19), Evyatar Moshe Rubin (19) und Nave Shabtay Levin (18), erneut wegen ihrer Weigerung, im Militär zu dienen, inhaftiert. Die vier Verweiger:innen hatten im September gemeinsam erklärt, dass sie sich weigern, in die israelische Armee einzutreten und sich an der israelischen Besetzung des Westjordanlands und des Gazastreifens zu beteiligen. Sie waren schon mehrfach inhaftiert geweisen, nun werden sie jeweils weitere 45 Tage in Haft bleiben. Mehr dazu und zu Möglichkeiten der Unterstützung:
www.dfg-vk-hessen.de/aktuell/israel-4xhaft-wegen-kriegsdienstverweigerung


Wegen Kriegsdienstverweigerung sind in SÜD-KOREA und SINGAPUR Zeugen Jehovas inhaftiert.


Besonders ka­ta­stro­phal ist die Men­schen­rechts­lage in ERITREA. Dort werden Män­ner und Frauen zu einem zeitlich unbegrenz­ten Na­tio­nal­dienst ge­zwun­gen, teils Militär-, teils Ar­beits­dienst unter härtesten Bedin­gungen.
 
Mehr dazu:
www.dfg-vk-mainz.de/aktuell/internationaler-tag-der-gefangenen-fuer-den-frieden-2022/

https://wri-irg.org/en/story/2022/prisoners-peace-list-november-2022

und

Radiosendung Pazifissimus, produziert von DFG-VK Mainz und Wiesbaden:
am Mittwoch jeder ungeraden Kalender­woche um 18 Uhr bei
www.radio-quer.de auf der Wiesbadener Lokal­radio­frequenz UKW 92,5
MHz.
Kabel: MZ 102,7 Mhz, WI 99,85 Mhz. Stream: www.radio-rheinwelle.de

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news-524 Fri, 25 Nov 2022 15:42:23 +0100 Der Tabubruch https://gew-suedhessen.de/home/details/der-tabubruch Erster Ministerpräsident plant parallelen Unterricht mehrerer Klassen per Videokonferenz

Die Debatte um den Lehrermangel tritt in eine neue Phase. Bislang galt das Mantra:  "Digitalunterricht soll auf keinen Fall Lehrer ersetzen." Man konnte die Ausrufezeichen hören, wenn Schulminister dies sagten. Nun vollzieht der Thüringer Kultusminister Helmut Holter (Die Linke) als erster die Kehrtwende: Digitales Lernen sei "auch unter dem Gesichtspunkt des Lehrermangels ein Beitrag, um Fachunterricht zu ermöglichen."

Der Minister erklärte der Nachrichtenagentur dpa, was bisher als Tabu galt: Er könne sich vorstellen, dass ein Fachlehrer in einer Schule Physik unterrichte – und mehrere Klassen zugeschaltet seien. Aus all den Schulen, an denen es nicht genügend Physiklehrer gebe.

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2022-11/digitalunterricht-helmut-holter-thueringen-schule

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